Spezialitätenkaffee aus dem Jemen – hier im Onlineshop

Finden Sie Ihren Geschmacksfavoriten und probieren Sie auch Qishr, die getrockenten Schalen
der Kaffeefrucht, um den im Jemen beliebten Cascara-Kaffeekirschentee zu kreieren.

Die älteste Kaffeegenuss-
Region der Welt: das Hochland
des Jemen.

Kaffeebohnen rösten, mahlen, brühen: Das ist eine Erfindung des Jemen und der Genius loci dessen Hochland. Auch wenn die Kaffeepflanze botanisch aus Äthiopien stammt, so waren es jemenitische Sufi-Mönche, die das belebende Getränk anno 1450 für sich entdeckten, um nächtelang wach zu bleiben und meditieren zu können. Ihre Entdeckung teilten die Sufis alsbald mit Pilgern, die auf ihren Reisen den Genuss in die Welt trugen: erst nach Mekka, dann nach Kairo, Damaskus und Istanbul. Um 1650 schließlich war der Kaffeegenuss auch in Europa angekommen, als in London, Paris, Wien und Co. die Kaffeehäuser wie Pilze aus dem Boden schossen. Von der legendären jemenitischen Hafenstadt Al Mocha aus – daher übrigens auch der Name Mokka – wurde der Kaffee en masse dorthin verschifft und war fortan in aller Munde. Kaffee war in jener Zeit der Exportschlager des Jemen und das Land am Roten Meer das einzige, das die Welt exklusiv mit Kaffee versorgte. Im 18. Jahrhundert jedoch endete das jemenitische Monopol auf den Kaffeehandel, weil viele Länder mit der Kaffeekultivierung und -produktion nachzogen. Heute gehen nur noch 0,1 % des globalen Kaffee-Exports auf das Konto des Jemen. Doch genießt der Jemen bei Kaffee-Gourmets nach wie vor eine ganz besondere Stellung. Wahrscheinlich weil einige Kaffeebauern ihre Arbeit weiterhin so verrichten, als hätte sich in den letzten über 500 Jahren nichts geändert. Und das schmeckt man.

Herkunft & Export

Die besten Anbaugebiete
überhaupt: Bani Ismaili und
Haraz.

Hoch oben in den Gebirgszügen der Dorfregionen Bani Ismaili und Haraz wachsen auf bis zu 2.500 Metern Höhe die besten jemenitischen Kaffeebohnen überhaupt. Haraz und Bani Ismaili befinden sich in Nord-Zentraljemen, westlich der Hauptstadt Sana. Dort kultivieren die Jemeniter auf steilen Terrassen ihre Kaffeepflanzen und machen ihre grünen Kaffeebohnen fertig für den Export. Seit vielen Jahren jedoch ist der Jemen im Krieg. Daher ist es logistisch unglaublich herausfordernd, die Kaffeebohnen für Coffee Pearls nach Deutschland zu bekommen. Die Wege sind nur temporär offen und nicht immer sicher; militärische Kontrollpunkte und die zerstörte Infrastruktur Richtung Süden sind kompliziert, zeitraubend und schwer zu passieren. Doch haben wir viele gute Partner, mit deren Hilfe wir das immer wieder schaffen. Und ungeachtet dieser gewaltigen logistischen Aufgabe: Die Anstrengungen sind jede Mühe wert. Denn nur so ermöglichen wir den jemenitischen Kaffeebauern den Zugang zum deutschen Markt – und Ihnen den originalen Gourmet-Kaffee aus dem Mutterland des Mokka.

Kaffeefrucht: Kaffeebohne & Kaffeeschale

Alles Arabica.

Was viele nicht wissen: Im Jemen wachsen weder Robusta- noch Liberia-Kaffeepflanzen, sondern
ausschließlich Arabica. Die Arabica-Kaffeefrucht aus dem Jemen ist kleiner als ihre Arabica-Artgenossen,
weshalb die Jemeniter sie als Perlen bezeichnen. Daher auch der Name für unseren
Spezialitätenkaffee: Coffee Pearls.

Reife Arabica-Kaffeefrucht:
Die knallrote „Kaffeekirsche“

Getrocknete und geöffnete Kaffeefrucht: Die Schale der Kaffeefrucht enthält zwei grüne Kaffeebohnen

Getrocknete Schale der Kaffeefrucht: „Qishr“, für die Zubereitung von Cascara Kaffeekirschentee, ein Gewürztee und eine Spezialität des Jemen

Grüne, weil ungeröstete
Kaffeebohne

 

Braune, weil geröstete
Kaffeebohne

 

Anbau & Ernte

Wie vor 500 Jahren.
Alles per Hand.

Anbau, Pflege, Lese, Trocknung und Schälung: Das alles kommt bei unseren Arabica-Bohnen ohne den Einsatz von Maschinen und ohne Pestizide aus. Die jemenitischen Kaffeebauern hegen, pflegen und ernten ihre Kaffeebohnen eben so, wie sie das vor über 500 Jahren bereits getan haben: mit ihren Händen, mit unglaublich viel Hingabe und einem Erfahrungsschatz, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Der Besuch einer jemenitischen Kaffeefarm fühlt sich daher an wie eine Reise in die Vergangenheit: Angefangen von den Kaffeesamen, die vor dem Einpflanzen in Asche eingelegt werden, um Feuchtigkeit zu verringern, über das Verbrennen von Gras an jedem Samstag, um Insekten und Ungeziefer zu vertreiben, bis hin zu den Sonnendächern, auf denen die Jemeniter ihre Kaffeekirschen zu Tausenden tagelang trocknen, immer wieder wenden und per Hand aussortieren. Selbst der Dünger ist organisch, da er von eigenem Vieh gewonnen wird. Alles folgt der Natur, der Handarbeit und dem richtigen Timing. Und das schmeckt man.

100 % HANDGEMACHT

Ohne den Einsatz von Maschinen
angebaut, geerntet und verarbeitet

100 % NATÜRLICH

Ohne den Einsatz von Pestiziden angebaut und verarbeitet und daher so natürlich wie von der Natur vorgesehen

100 % SONNENGETROCKNET

Kraft der Sonne auf den Wohnhaus-Dächern der jemenitischen Kaffee-bauern getrocknet

100 % UNGEWASCHEN

Keine Waschung der Kaffeebohnen, so ist es jemenitische Tradition; dadurch im Geschmack fruchtiger und Wasser wird auch noch gespart

100 % NACHHALTIG

Faire Löhne und Arbeitsbedingungen für die jemenitischen Kaffeebauern, so dass die Wertschöpfungskette nachhaltig ist

Kaffeebauern

Unabhängige Familienunternehmen.

In vielen Kaffeeanbaugebieten der Welt sind Kaffeebauern Tagelöhner und abhängig von Großplantagenbesitzern, die den Marktwert des Kaffees bestimmen und diesen teils an der Börse handeln. Bei uns ist das nicht so. Bei uns verdienen weder Großplantagenbesitzer noch Zwischenhändler an den so mühsam erwirtschafteten Kaffeebohnen, sondern die Kaffeebauern selbst. Das sind Kleinbauern und deren Familien, die sich teils zu Kooperativen zusammengeschlossen haben, um den Export ihrer Kaffeebohnen logistisch besser organisieren zu können. 30–50 Kaffeebauern beliefern uns, und gut 50 Kilogramm Kaffeebohnen erwirtschaftet jeder dieser Kaffeebauern pro Jahr. Das ist nicht viel. Und zeigt einmal mehr, wie selten und einzigartig der Spezialitätenkaffee des Jemen ist.

Jemenitischer Kaffeebauer mit seinen Kindern bei der Ernte der Kaffeekirschen
Kaffee Ernte
Jemenitische Kaffeebauerin
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Röstung

Von bis. Je nach Ihrer Geschmacksvorliebe.

Kenner nehmen gern unsere noch grünen, ungerösteten Kaffeebohnen und rösten sie sich zuhause selbst. Weil sie so den Grad der Röstung und dadurch die Aromen und den Geschmack ganz nach Belieben beeinflussen können. Für alle, die ihre Arabica-Bohnen nicht selbst rösten möchten, bieten wir zwei weithin beliebte Röstgrade an: hell und dunkel. Die helle Röstung empfiehlt sich für Ihren Filterkaffee; die dunkle Röstung hingegen entzieht den Kaffeebohnen mehr Säure, wodurch mehr Bitterstoffe zur Geltung kommen. Sie ahnen schon: Für Ihren Espresso ist das ideal. Probieren Sie auch unsere Spezialität Qishr: Das sind die getrockneten Schalen der Kaffeefrucht. Anders als Kaffeebohnen jedoch brauchen sie keine Röstung, um delikat zu schmecken. Übrigens: Unsere Arabica-Bohnen lassen wir bei uns vor Ort, in einer Qualitätsrösterei in Leipzig, sortenrein rösten. So stellen wir sicher, dass aromatisch das volle Potenzial unserer Kaffeebohnen zur Geltung kommt.

Ungeröstete Arabica-Bohnen: Fürs
Selber-Rösten

Helle Röstung: Für Filterkaffee

Dunkle Röstung: Für Espresso

Geschmack

Ganz offen, eine Offenbarung.

Nehmen Sie sich Zeit für den perfekten Mokka und freuen Sie sich auf eine Geschmacksreise, die facettenreicher kaum sein könnte: Aromen von schwarzen Trauben, braunem Zucker, Wein und Heckenkirschen parlieren hier aufs Allerfeinste mit Nuancen von Majoran, Litschi und Aprikose. Auch Zitronencreme, Mandel, Ananas und Steinobst geben sich die Ehre. Es sind Aromen aus einer alten Welt, die schon so manchen Genießer und Kaffee-Gourmet um den Verstand brachten. Und das immer leicht, vollmundig und von angenehmer Süße. Erkunden Sie auch Qishr: Das sind die getrockneten Schalen der Kaffeefrucht; sie ergeben einen würzigen Tee, der im Jemen ebenso eine Spezialität ist wie der Spezialitätenkaffee selbst.
Gut zu wissen: Alle unsere Kaffeebohnen haben einen Cupping Score von 80+, weil der Geschmack so gut und die Qualität so hoch ist. Und anders als gewaschene Arabica-Bohnen, die eher schokoladige Nuancen aufweisen, schmecken unsere traditionell ungewaschenen Bohnen schön floral.

Finden Sie Ihren Geschmacksfavoriten in unserem Onlineshop:

Specialty Kaffee aus dem Jemen

Haraz Kaffee, Single-origin Specialty Coffee aus Haraz, 84 Cupping Score

Erhältlich in zwei Röstgraden ab 7,90 €

Specialty Rohkaffee Jemen Kaffee

Single-origin, Specialty Coffee, Premium-Rohkaffee AA

Erhältlich in zwei Sorten ab 6,00 €

Specialty Kaffee aus dem Jemen

Ismaili Kaffee, Single-origin Specialty Coffee, 82 Cupping Score

Erhältlich in zwei Röstgraden ab 7,90 €

Gründer & Unternehmen

So original wie sein Kaffee: Der Jemeniter Ahmed Al-Absi.

Ahmed ist im Jemen geboren und aufgewachsen. Coffee Pearls gründete er 2018. Seine Reise in die Welt des Spezialitätenkaffees jedoch begann viel eher: Als er im Jemen für die kleine lokale Entwicklungsorganisation „Small Micro Enterprise Promotion Service“ (SMEPS) 2010 eine Feldstudie für die jemenitische Kaffeebranche durchführte und 2008 und 2011 die Sessions der International Coffee Conference in Jemen moderierte. Danach war Ahmed für die Vereinten Nationen tätig und half dort, mittelständische Unternehmen in der Kaffeebranche aufzubauen. 2013 kam er nach Deutschland, um hier seinen Master in „Business Administration“ zu machen, mit dem Ziel, danach in den Jemen zurückzukehren. Der Master gelang, doch aus der Rückkehr in den Jemen wurde nichts: Im Jemen war der Krieg ausgebrochen und der Flughafen in Sana geschlossen. Und das ist bis heute so. Deshalb entschied sich Ahmed, in Deutschland zu bleiben. Nach seinem Masterstudium in Deutschland vertrat er 2016 auf der „Messe Frankfurt“ ein jemenitisches Unternehmen, das handgemachte Körbe verkaufte. Die Besucher der Messe waren erstaunt, dass aus dem Jemen überhaupt etwas angeboten wurde. Denn jeder wusste, im Jemen herrscht Krieg. Wie konnte da Export möglich sein? Das brachte Ahmed auf die Idee: Warum nicht Produkte aus dem Jemen online verkaufen und etwas tun, das mit den eigenen Wurzeln zu tun hatte? Mit dem Land seiner Familie und Tradition? Ahmed wusste zu diesem Zeitpunkt, dass die jemenitischen Bauern verstärkt nach Absatzmöglichkeiten für ihren Kaffee suchten, um trotz des Krieges ihre Familien ernähren zu können, und so entschied er sich, deren Spezialitätenkaffee online anzubieten. Ahmed sah sich daraufhin zunächst den deutschen Markt an und fand dort keinen Anbieter für Spezialitätenkaffee aus dem Jemen. Eine Lücke, die sich daher gut füllen ließ. Zumal ihm viele gute Freunde und Verwandte aus dem Jemen sicher dabei helfen würdem, die grünen Bohnen trotz des Krieges aus dem Land und nach Deutschland zu bekommen. Zudem wusste Ahmed: Die Deutschen trinken gern und viel Kaffee, und sie lieben Qualität. Auch würden die Vermarktung und der Verkauf von jemenitischem Spezialitätenkaffee den Kaffeebauern aus der Heimat helfen, trotz des Krieges weiterhin Geld zu verdienen. Und so ist der Gourmet-Kaffe aus dem Jemen nun endlich hier: in Deutschland, als Premium-Rohkaffee aus dem Mutterland des Mokka.

Blog

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